TROSTBERGER FILMTAGE
 
25. - 28. Oktober 2018

FESTIVALPROGRAMM 

DONNERSTAG, 25. Oktober 2018 

Festivaleröffnung 

18.00 Uhr 

FESTIVALERÖFFNUNG mit SEKTEMPFANG und Live-Musik

19.00 Uhr

4000ERLEBEN

Die junge Oberösterreichin Marlies Czerny hat als erste Frau alle 82 4000er der Alpen bestiegen. Gemeinsam mit ihrem Lebens- und Seilpartner Andreas Lattner erzählen sie von Momenten des Glücks, der Angst, der Partnerschaft, der Veränderung und des Muts. Dabei geht es nicht um Tempo und Schwierigkeitsgrade, sondern um die Erkenntnis, wie wenig es zum Gipfel des Glücks braucht. 

19.00 Uhr 

Die Morgenländische Reise des Franz Fuchs

Franz Fuchs aus Kammer war LKW-Fahrer. Seine Stammstrecke: Kammer - Iran, Kammer - Saudi Arabien. Als er zum ersten Mal nach Saudi Arabien fuhr, wusste er nur, dass er in Ankara rechts abbiegen musse - kein Navi, kein Handy. Und viele lustige Fauxpas, die dem Bayern auf seinen Reisen widerfahren sind. 

Der Pionier aus Kammer erzählt anschließend ausführlich von seinen verrückten Reisen, welche Abenteuer er in den 70er Jahren mit dem Kamerateam erlebt hat und was für ihn die schlimmsten Strapazen jenseits des Weißwurst-Äquators waren. 

FREITAG, 26. Oktober 2018 

JugendKurzFilmFestival

10.30 - 17.30 Uhr

JUGENDKURZFILMFESTIVAL für Kinder & Jugendliche & WORKSHOPS

Einen Tag lang zeigen wir in Blöcken von ca. 60 Minuten die Kurzfilme der Kinder und Jugendlichen. Nach jedem Filmblock finden in Kino 2 + 3 Film-Workshops statt. Der Eintritt ist frei!

Um 18 Uhr ist die Siegerehrung mit unserer Fachjury. In unserer Jury sind heuer Schauspieler Richy Müller, Kameramann & Regisseur Matthäus Weißenbacher, Tobias Obermeier vom Filmfest München und Medienpädagogin Julia Mohnicke. 

18.00 Uhr

SIEGEREHRUNG mit Jurymitgliedern

20.15 Uhr

!!! PREVIEW!!!! So viel Zeit mit Richy Müller

Eine Komödie von Philip Kadelbach mit den bekannten Tatort-Kommissaren

Dauer: 90 Minuten

Während ihrer Schulzeit waren Konni, Rainer, Ole, Bulle und Thomas die besten Freunde. Damals träumten sie davon, gemeinsam eine Rockband zu gründen und ein Leben voller Sex, Drugs und Rock 'n' Roll zu leben. Beim 25-jährigen Abi-Jubiläum wollen sie gemeinsam die Bühne rocken. Es dauert nicht lange, bis sie merken, was für eine große Aufgabe sie sich da vorgenommen haben. 

Im Anschluss gibt es noch eine Film-Diskussion mit Tatort-Kommissar Richy Müller. 

Der Eintritt ist für die Kinder und Jugendlichen, die am Kurzfilmwettbewerb teilgenommen haben, frei! 


20.15 Uhr

B12 - Gestorben wird im nächsten Leben mit Regisseur Christian Lerch

Der Manni, der Lenz, Gott und die Welt – Regisseur Christian Lerch porträtiert in diesem außergewöhnlichen Heimatfilm die Betreiber der Raststätte B12 an der gleichnamigen Bundesstraße. Mal rabiat, mal zärtlich, aber immer mit viel Humor geht es um das Leben, um den Tod und um das Leben nach dem Tod. 

Nach dem Film gibt es noch eine moderierte Filmdiskussion und die Besucher können dem Regisseur Fragen stellen. 

Meine Meinung: diesen Film muss man gesehen haben :) 

20.15 Uhr

Timmelsjoch - wenn Grenzen verbinden

Die Timmelsjoch-Hochalpenstraße verbindet seit 1968 das Nordtiroler Ötztal und das Südtiroler Passeiertal miteinander. Ein wunderbarer Dokumentarfilm, der viel über die Geschichte und den Bau der Straße, aber auch über die Menschen erzählt, die die Straße in ihrem Alltag nutzen. Sehr nah am Menschen, sehr sehenswert! 

SAMSTAG, 27. Oktober 2018 

Regionale Filme aus Bayern, Südtirol und dem Salzburger Land

20.15 Uhr

I tat nit tauschen - ein Leben auf entlegenen Höfen

Ein Film von Karin Duregger

Dauer: 59 Minuten

Es gibt sie noch in Südtirol. Jene abgelegene Höfe ohne Zufahrt, fern von den Dörfnern. Ewald Thaler hat sich bewusst für so ein Leben entschieden, ebenso wie Siegfried und Florian Lanthaler. Die Männer leben vom Frühjahr bis zum Spätherbst allein auf 1700 Metern, während die Bäuerin den Hof im Tal bewirtschaftet. Oben wäre es ihr zu einsam. Doch wer hinaufgeht, findet Ruhe und Kraft und den unbändigen Willen, dass es weitergehen soll mit dem Leben auf dem Hof. 

Solang der Herrgott will

Ein Film von Hubert Schönegger

Dauer: 55 Minuten

Das Alter und die viele Arbeit lasten schwer auf den Schultern von Frieda, der Unterschallerbäuerin in Völs. „I kimm nimma weit“, sagt sie, der Körper will nicht mehr so wie früher und die Arbeit wird dadurch nicht leichter. Doch mit bemerkenswertem Optimismus und Zähigkeit meistert sie alle Herausforderungen, die das Leben ihr stellt, denn „für jeden Tag, wo ich aufstehen kann, bin ich dankbar.” 

Beide Filme: Südtiroler Dialekt

18.00 Uhr

Das Wunder von Mals

Ein Dokumentarfilm von Alexander Schiebel

Dauer: 88 Minuten

Wir befinden uns im Jahr 2015. Ganz Südtirol wird von Monokulturen überrollt und in Pestizid-Wolken gehüllt. Ganz Südtirol? Nein! Ein von unbeugsamen Vinschgern bewohntes Dorf kämpft mit einem Feuerwerk der Ideen gegen eine Übermacht aus Bauernbund, Landesregierung und Pharmaindustrie. Ein ungleicher Kampf beginnt, indem die Menschen in Mals über sich hinauswachsen werden. Denn ihr „Nein“ zu Pestiziden und Monokulturen ist gleichzeitig ein „Ja“ zu Vielfalt, Schönheit und Eigenart, ein „Ja“ zur eigenen Identität. 

19.00 Uhr

Die letzten ihrer Zunft - Altes Handwerk in Berchtesgaden

Ein Film von Manuela Federl 

Dauer: 25 Minuten

Josef baut die Kufen seiner Schlitten ohne das Holz zu bearbeiten. Auf der Suche nach dem passenden gekrümmten Stamm ist er oft tagelang im Wald unterwegs. Franz stellt in mühsamer Kleinstarbeit Filigrandosen her, sein Werkzeug hat er sich selbst gebaut. Und Monika bemalt Spanschachteln, wie Bauern das schon vor 400 Jahren gemacht haben. 

20.15 Uhr

Lehrling der Zeit

Ein Film von Simon Tasek und Rudi Pichler

Rudi kommt aus der Spitzengastronomie, aber er sucht nach etwas anderem – nach Wahrhaftigkeit, nach Sinn, nach seinen Wurzeln. Der junge Chefkoch begibt sich auf eine einzigartige Zeitreise in die Pongauer Nachkriegszeit. Aus den Erfahrungen der Menschen damals kreiert der Koch ein einzigartiges Menü.

Nach dem Film erzählt der Regisseur noch von den aufwändigen Drehs mit den Laienschauspielern in den Wäldern rund um Salzburg.  

 Alle Infos zum Film auf dem youtube-Kanal https://www.youtube.com/channel/UCVV0GolAuh3AmX-89qQFn4A und unter www.lehrlingderzeit.at.

18.00 Uhr

SOS Bavaria

Ein Film von Andrea Gobetti und Fulvio Mariani

Im Juni 2014 wird der Höhlenforscher Johann Westhauser durch einen Steinschlag schwer verletzt. Leblos liegt er in tausend Metern Tiefe im "Riesending", im größten Höhlensystem Deutschlands. Es scheint unmöglich, ihn aus der Dunkelheit zu retten. Doch einem internationalen Rettungsteam gelingt es, zwei Ärzte zu dem Schwerverletzten zu bringen und ihn dann in einer aufwändigen, mehreren Tage dauernden Aktion zurück ans Tageslicht zu befördern. 

Der italienische Film mit englischen Untertiteln spiegelt die italienische Sichtweise der Höhlenrettung wider! Der Film gibt Einblicke in die Höhlenrettung, die bisher noch unbekannt waren. 

17.00 Uhr & 18.00 Uhr

Das historische Trostberg

 Ein Film von Tobias Obermeier

Der Film nimmt den Zuschauer mit auf eine Reise in das frühe Trostberg um 1900. Anhand zahlreicher Fotografien von Carl Stallechner wird gezeigt, wie der städtische Raum und das öffentliche Leben vor gut 100 Jahren ausgesehen haben.

20.15 Uhr

Früher oder später 

Ein Film von Pauline Roenneberg 

Der ganz normale Wahnsinn in einem bayerischen Dorf: ein Milchbauernpaar, das im Nebenjob als Bestatter tätig sein muss. Nebenan ist eine vegane, freidenkende Kommune in ein leerstehendes Hotel eingezogen. Und ein Ministrant, der bei der freiwilligen Feuerwehr anheuert. Es wird gelebt, geliebt und gestorben. Bayern pur, nur ohne den Kitsch. Ganz großes Kino. 

Nach dem Film gibt es ein Gespräch mit der Regisseurin Pauline Roenneberg.


SONNTAG, 28. Oktober 2018 

Bergfilme

17.30 Uhr

Wilder Kaiser

Ein Film von Werner Bertolan

Zusammen mit einheimischen Top-Alpinisten und "Koasa-Experten", die über ihre Faszination für das Gebirge und ihre Erfahrungen darin berichten: bei einer Besteigung des höchsten Kaisergipfels, der Ellmauer Halt oder bei einem grandiosen Skitouren-Erlebnis auf der steilen Nordseite des Wilden Kaisers. Und wir sind zu Gast im malerischen Kaisertal, bei einer Hüttenwirtin, die hier von Kindesbeinen an ihren Abenteuerspielplatz und ihre Heimat gefunden hat. 

17.00 Uhr

90 Minuten DAV-Filme

Der Alpenverein Trostberg stellt ein buntes Potpourri aus Filmen von verschiedenen Filmemachern seit den 40er Jahren bis heute zusammen. 

1. Skitouren in den Loferer und Berchtesgadener Bergen (1971) v. Schorsch Kendler

2. Bergsteigen am Hochkalter v. Schorsch Kendler

3. Klettern in der Watzmann Ostwand v. Schorsch Kendler

4. Klettern Delagokante (Rosengarten) 1962 von Hermann Klapfenberger

5. Skifahren in Kanada 1980 von Hermann Klapfenberger

6. MTB-Touren in der Schweiz 2017/18 v. Daniel Penn

7. Shine On And Ski The Fjord 2018 v. Reinhard Penn 

19.00 Uhr

Bluat ist dicker ois Wossa - HuberBuamFilm mit Thomas Huber als Ehrengast

Ein Film von Werner Bertolan 

Dauer: 47 Minuten

Kaum ein Brüderpaar ist in der Bergsteigerszene bekannter als die Berchtesgadener Thomas und Alexander Huber. Sie sind nicht nur Bergsteiger der Extraklasse, sondern auch seit drei Jahrzehnten das beste Kletter-Brüderpaar der Welt und eine echte Marke. Diesen Dezember werden sie gemeinsam 100 Jahre alt. 

Thomas Huber ist als Gast im Stadtkino, erzählt dem Publikum von seinem neuen Projekten und zeigt einen Trailer seines aktuellen Vortrags "STEINZEIT". 

20.15 Uhr

Über allem der Berg mit Filmgespräch

Ein Film von Annette Mäser

Dauer: 24 Minuten

Ein sehr persönliches Portrait der Salzburger Bergsteigerin Helma Schimke, die am 7. April 2018 verstorben ist. Die Architektin und Mutter dreier Kinder ist als eine der besten Bergsteigerinnen der Welt beschrieben worden. In „Über allem der Berg“ spricht Helma Schimke sehr offen über ihr Leben, ihre Ängste und Zweifel und vor allem über ihre Freuden und ihre Liebe zu den Bergen. 

Nach dem Film erzählt Regisseurin Annette Mäser, wie sie die Bergsteigerin erlebt hat. 

19.00 Uhr

Das zweite Leben des Tal Niv - ein Film von Tom Dauer, Organisator des BOFF

Ein Film von Tom Dauer

Dauer: 36 Minuten

Als Kommandant einer Elitetruppe der israelischen Armee hatte Tal Niv "meinen Schweiß, mein Blut, mein Leben gegeben". Dann wurde er entlassen. Und musste sich und sein Leben neu erfinden. Heute lebt der 38jährige in einem kleinen Weiler im Allgäu. Als erster Israeli absolvierte er die Ausbildung zum Berg- und Skiführer. Das Klettern und Bergsteigen ist längst seine Leidenschaft geworden. 

Im Gegensatz zum BOFF zeigen wir die Langversion des Films. Auf dem BOFF war eine 20Minuten-Version zu sehen. 

 

20.15 Uhr

Geschichten aus der Nähe 

Eine Mischung aus Film und Lesung mit Tom Dauer - Gründer des BOFF

Dauer: 80 Minuten

Autor und Filmemacher Tom Dauer verbindet zum ersten Mal Bild und Text. In diesem Film "Skitour ins Ungewisse" - ein alpiner Roadmovie durch die Allgäuer Alpen - philosophiert er mit seinen Kameraden viel darüber, warum es oft nur um Gipfel und Schnelligkeit geht. Während des Films liest Dauer immer wieder selbst geschriebene Texte, die von Menschen und Begegnungen handeln. Sowohl im Bild als auch im Text geht es ums langsame Bergsteigen und um eine BergHEIMAT, die freilich für jeden woanders liegen kann. 

19.00 Uhr

Der Steiner Irg. Bergführer. Deserteur. Weiberheld.

Ein Film von Matthäus Weißenbacher

Dauer: 60 Minuten

Im September 1909 durchstiegen die zwei Steiner-Brüder die 900 Meter hohe Dachsteinsüdwand und wurden über Nacht zu Legenden. Der Nachwuchs-Dokumentarfilm folgt den Spuren des Jüngeren der beiden, der vom ersten Weltkrieg desertierte und sich ins Gebirge zurückzog. 

20.15 Uhr

Feel the Flow - Teil des Bergfilmblocks

Ein Film von Andreas Prielmaier

Dauer: 15 Minuten

Die Geschichte von zwei bayerischen Abenteurern, die während eines Trips ins französische La Grave zwei Yogis kennenlernen. Sie trinken mitten am Berg Tee und machen Yogaübungen. Anfangs sind die zwei Bergvagabunden skeptisch, nach und nach erkennen sie aber, dass die indische Lehre weit mehr mit Skifahren und ihnen selbst zu tun hat, als sie zunächst gedacht haben. 

20.15 Uhr

Heading North - Teil des Bergfilmblocks

Ein Film von Philippe Steinmayr

Dauer: 15 Minuten

10 Länder. 9000 Kilometer. Inspiriert durch beeindruckende Landschaften und motiviert durch die eigene Reiselust, starten Christl und Philippe mit dem Fahrrad von Bad Tölz aus über Osteuropa in den Norden Norwegens, um von dort den norwegischen Fjorden bis in den Süden zu folgen und anschließend über Schweden und Dänemark in die Heimat zurückzukehren. Wunderbare Landschaften, viele Mücken und Zelten im Regen. 

20.15 Uhr

The Place of Gaels - Teil des Bergfilmblocks

Dauer: 28 Minuten

Ein wunderbar witzig sympathischer Film über Wintersport in Schottland, begleitet von einem schottischen Dudelsackspieler. Die Geschichte ist simpel: drei Amerikaner kommen nach Schottland zum Skifahren und Eisklettern. Natürlich spielt das Wetter nicht mit, die Routen sind sehr anspruchsvoll, die Skipisten geschlossen. Die Amerikaner erleben trotzdem so einiges, besuchen die bekannteste Skifahrerin Schottlands und genießen die Highlands. 

20.15 Uhr

Transitions: Stories of two Seasons - Teil des Bergfilmblocks

Ein Duett von Flo Schweighofer

Dauer: 20 Minuten

Transitions: Climbing. Schweighofer wollte damit zeigen, was Klettern für ihn und seine Buddies bedeutet. 2017 gewann er mit seinem Kurzfilm den ersten Preis beim Bergfilmfestival.

Transitions: Skiing. Wie hat sich Skifahren in den letzten Jahren verändert und wohin wird es gehen? Weg von den grossen Resorts, hin zum Human Powered Skiing. Diese Frage stellt sich der Filmemacher bei seinem zweiten Film. 

Ein sehr menschliches Duett, dass viel vom Filmemacher Preis gibt.